Mut zu Veränderung

...von der Lust ins kalte Wasser zu springen

Manchmal muss man sich selbst einen Schubs geben, um voran zu kommen.
Ob du es glaubst, oder nicht, egal in welchem Lebensbereich, ob privat oder beruflich, sehr vielen Menschen geht es so. Der einzige Unterschied ist meist nur, dass materielle Dinge wie Geld oder Statussymbole ihnen ein so ausreichend hohes Glücksgefühl verschaffen, dass es entweder ins Hinterstübchen geschoben wird, oder nur noch so leicht an ihnen nagt, dass es sie kaum stört.
 
Nicht wenige haben aber auch Angst davor, durch ihr Scheitern ihrer Verantwortung nicht mehr gerecht werden zu können, z. B. ihre Familie nicht mehr versorgen oder ihre Schulden abbezahlen zu können. Ein durchaus verständliches Dilemma. Schließlich ist es sehr riskant, von heute auf morgen seine Existenz sichernde Arbeit aufzugeben, ohne ein zweites Standbein im Ärmel zu haben. Seinem Herzen zu folgen erfordert Mut und Risikobereitschaft.

Sollte man es also gar nicht erst versuchen? Gar nicht erst nach Veränderung streben? DOCH, den Mut sollte man auf jeden Fall aufbringen. Aber bitte nicht in einer unbedachten Aktion, oder aus schierem Frust oder aus Ungeduld. Wir leben in einer Welt, in der Veränderung nicht einfach von einem Moment auf den anderen geschieht, sondern durch stetige Achtsamkeit, Kontinuität und Geduld ihre Wirkung erfährt. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man die Entscheidung trifft, seine Träume und Ziele zu verwirklichen. In der Konsequenz bedeutet das, dass man jeden einzelnen Schritt genau überdenken muss, um Erfolg zu haben. Bevor man also mit der Verwirklichung startet, sollte man zuerst bei sich selbst anfangen, um nicht im entscheidenden Augenblick durch Selbstzweifel oder Ängste blockiert zu werden.

Suche dir am besten einen ruhigen Ort, an dem du in dich gehen und nachdenken kannst. Frage dich ehrlich: Habe ich mit dieser Geschäftsidee wirklich Aussicht auf Erfolg? Geh sie Punkt für Punkt durch, nimm ruhig Papier und Stift zur Hand, damit du nichts übersiehst und wenn du wirklich hinter jedem Punkt einen Haken setzen kannst, geh über zum nächsten Schritt. 
 

Schritt für Schritt

 
Warum hast du so starke Selbstzweifel? Welchen der Punkte traust du dir nicht zu, umsetzen zu können? Betrachtest du diesen Punkt als eine Schwäche von dir? Handelt es sich um etwas, dass du nicht gelernt hast oder nur unzureichend beherrschst? Dann lass diese Punkte zunächst außen vor. Dich an deinen Schwächen festzuhalten, stärkt nur deine Ängste, aber genau die willst du ja abbauen.
Besinne dich auf deine Stärken. Worin liegen Sie? Ist es der Umgang mit Menschen, die Fähigkeit zu organisieren, zu rechnen oder mit dem Computer umgehen zu können? Lege den Fokus darauf, kultiviere diese Stärken weiter und damit auch dein Vertrauen in dich. Dadurch wirst du mit der Zeit auch zwangsläufig optimistischer dein Vorhaben angehen.
Wenn du dir deine Stärken bewusst gemacht hast, kannst du dich an die Schwächen wagen. Um welche handelt es sich? Geht es darum, Entscheidungen zu treffen, Werbung zu machen oder mit dem vorhandenen Budget zu haushalten? Weshalb hast du diese Schwächen? Wenn es etwas ist, das du nicht gelernt hast, suche nach Möglichkeiten, diese zu erlernen. Wenn dir das Wissen fehlt, wende dich an jemanden, der sich auskennt und dem du vertraust. Handelt es sich um etwas, das dir unbekannt ist, dann probiere dich einfach darin aus. Nimm dir den Druck, alles sofort schaffen zu müssen, auch das mindert deine Angst.
 

Sich Zeit nehmen

 
Ganz wichtig ist dabei, dass du dir dafür Zeit nimmst und mit dir selbst wohlwollend und nachsichtig umgehst. Geschrieben klingt das sehr einfach, aber dies auch erfolgreich in der Praxis anzuwenden, erfordert einiges an Übung und Geduld. Wir sind durch unsere Umwelt so geprägt, immer schnellstmöglich die bestmögliche Leistung abrufen können zu müssen. Das ist zum einen nicht jedermanns Sache, zum anderen trifft das in deinem Fall auch nicht zu. Du hast keinen Grund, dich unnötig zu hetzen, denn du hast ja ein sicheres Standbein. Nimm dir ein Ziel nach dem anderen vor und hake sie Punkt für Punkt ab.

Nicht immer wirst du gleich ans gewünschte Ziel kommen und Rückschläge einstecken müssen. So hart sie vielleicht sind, versuche aus ihnen zu lernen und als weiteren Pflasterstein auf deinem Weg zu nutzen. Du tust dir keinen Gefallen damit, wenn du dich mit Selbstvorwürfen traktierst, das erzeugt nur Druck und schwächt das Selbstvertrauen, das du gerade aufbauen willst. Habe auch den Mut Fehler zu machen, manchmal sind sie der entscheidende Faktor für den erwünschten Erfolg, weil du aus ihnen eine wichtige Lehre für dich ziehen und daran wachsen kannst. Nicht ohne Grund heißt es, aus Fehlern lernt man mehr als aus Erfolg.

Oft erscheint der Weg hart, beschwerlich und unüberwindbar, hast du aber einmal den ersten Schritt Richtung Ziel gewagt, ist die größte Hürde überwunden. Mit jedem kleinen Erfolg denkst du immer weniger darüber nach, wie weit der Weg womöglich noch ist, sondern verspürst immer mehr Freude dabei, ihn zu gehen, weil du Dinge tust, die dir Spaß machen, dich erfüllen und auch die Chance geben, persönlich zu wachsen. Sei dir dabei immer bewusst, dass Achtsamkeit und Geduld viel mehr zum langfristigen Erfolg führen, als überstürztes, frustriertes Handeln.

Viel Glück auf deinem Weg!
 
Sayeda

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