Lebensfreude

Bist Du bereit den Preis zu zahlen?

Neue Herausforderungen steigern Deine Lebensfreude

Für Lebensfreude gibt es hervorragende Lehrmeister. Schau Dir einfach die Kinder an, wie Sie ans Leben herangehen. Jesus hat gesagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ Soweit wollen wir hier jedoch nicht gehen. Das ist auch gar nicht notwendig, denn die meisten Menschen wären schon mit weitaus weniger zufrieden: Sie haben den Alltagstrott leidlich satt und von zu Tag wird der Frust über das Leben größer.

Frust am Leben durch enttäuschte Erwartungen

Doch woher kommt dieser Frust? Wann sind wir über eine Sache frustriert?
Frustriert sind wir dann, wenn etwas nicht so läuft, wie wir es uns vorstellen. Das Ergebnis weicht von unseren Erwartungen ab.
Um ein Ergebnis jedoch beurteilen zu können, benötigen wir einen Vergleich im Sinne von „besser“ oder „schlechter“ und das gilt besonders auch für die Beurteilung unserer Lebensfreude.

Betrachten wir in diesem Zusammenhang gar nicht erst andere Menschen und deren Lebensmodelle. Es geht hier um uns. Um Dich! Was kannst Du tun, um wieder mehr Lebensfreude zu erfahren?

Ich behaupte einfach mal ganz frech, dass das Ausmaß an Lebensfreude in engem Zusammenhang mit bislang Erlebtem steht -und schon sind wir wieder bei den Kindern. Genauer gesagt bei unserer Kindheit.

Oh, ich höre schon den Einen oder Anderen stöhnen. Nicht ohne Grund gibt es den Spruch: „ Gratulation, sie haben ihre Kindheit überlebt! Alles was nachfolgt, wird um Einiges leichter!“ Doch überraschenderweise zeichnet die Praxis ein anderes Bild: Einige meiner Klienten hatten das, was man mitunter als „extrem schwere Kindheit“ bezeichnet und doch sind selbst in deren dunklen Tagen viele Glücksmomente gespeichert worden. Erinnerungen an wunderbare Erfahrungen.

Schreib an Deinem eigenen Buch

Ich habe das Gefühl, dass es genau diese Glücksmomente sind, die im späteren Leben als Beurteilungsmaßstab dienen. Und an diesem Buch wird kontinuierlich weiter geschrieben.

Frag Dich einmal, wann du das letzte Mal ein wesentliches Kapitel zu diesem Buch beigetragen hast? Ein Kapitel, das wirklich spannend ist, das den Leser fesselt und wirklich gut unterhält.

Was hast Du im Alter von 0-5 gelernt, was im Alter von 6-10? Gehe dann die Dekaden schrittweise nach oben. Du wirst dabei eines feststellen: Immer dann, wenn Du Herausforderungen gemeistert, Deine Person weiterentwickelt hast, haben sich freudvolle Momente in Deinem Gedächtnis verankert.
Menschen, die 40 Jahre oder älter sind, stellen bei diesem Gedanken-Experiment meist fest, dass die Lernkurve und auch die Lust am Neuen, in den letzten Jahren stark abgenommen hat.

Persönliche Grenzen weiten

Doch das genau ist ein Schlüssel zu einem Mehr an Lebensfreude.
Deshalb noch einmal die Frage, nur anders formuliert: Welche persönlichen Grenzen hast Du in den letzten 10 Jahren geweitet? Welche Träume hast du realisiert?

Kinder sind Entdecker, Forscher und Spieler. Sie probieren neue Sachen aus und freuen sich wie wild, wenn Sie neue Herausforderungen gemeistert haben. Sie haben zwar auch Angst vor dem Scheitern, doch letzten Endes siegt die Neugier.

Sie lernen Laufen, Reden, Schwimmen, Fahrradfahren, Purzelbaum-schlagen, lesen und, und, und. Immer wieder stellen Sie sich Herausforderungen und Risiken. Risiken, die aus Sicht erwachsener Menschen minimal erscheinen, denn was ist schon dabei, auf einer Mauer zu balancieren. Oder?

Doch wahrgenommene Risiken sind immer relativ. Auch heute noch, wo Du längst erwachsen und abgeklärt bist.

Für einen Erwachsenen mag das Balancieren auf der Mauer kein Risiko darstellen. Einfach deswegen, da er es als Kind selbst gemacht hat. Er hat gelernt, mit diesem Risiko umzugehen. Er hat gelernt, dass mit zunehmender Erfahrung auch das Risiko relativiert wird. Das gilt für alle unsere Herausforderungen. Auch heute noch.

Welche Risiken gehst Du ein?

Welches Risiko gehst Du heute noch ein? Welche neuen Erfahrungen bist Du bereit zu machen?
Worin besteht denn das Risiko, wenn Du beschließt, eine neue Sprache zu lernen? Richtig! Du könntest scheitern. Was würde das mit Deiner Lebensfreude machen?

Siehst Du die Zusammenhänge? Aus Angst vor dem Scheitern, gehen wir viele Träume erst gar nicht an.
Die Angst ist es, die uns letzten Endes die Lebensfreude raubt und die Angst basiert auch darin, von anderen Menschen im Scheitern beurteilt zu werden.

Doch was passiert, wenn wir diese Gefahr in Kauf nehmen? Was passiert, wenn du es tatsächlich schaffst, eine neue Sprache zu lernen, um sie in Deinem Urlaub auch anzuwenden?

Wäre es möglich, dass dadurch Deine Lebensfreude, aber auch die Bewunderung von außen zunimmt?
Die Angst davor zu scheitern, ist der Preis, den man bereit sein sollte für ein Mehr an Lebensfreude zu zahlen.

Wenn Du eine glückliche Kindheit hattest, haben Dich Deine Eltern bei Misserfolgen aufgefangen und Dich auch darin bestärkt, es ein weiteres Mal zu versuchen.

Heute ist es an Dir, Dich selbst aufzufangen und Dich in Deinen Zielen zu bestärken.
Dann gelingt es Dir auch, ausgetretene Pfade zu verlassen, um neue Lebensfreude zu erfahren.

Wann legst Du los?

Dein Gerald

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