Herzensweg finden

Wie Du diesen Schritt wirklich meisterst

Wie finde ich meine Berufung - Vorgehen

Viele Menschen träumen davon, endlich das zu tun, was Ihnen wirklich am Herzen liegt. Sie wollen Ihre eigene Berufung finden und dadurch endlich dem Ruf ihrer Seele folgen. Innerlich besteht eine nicht rational erklärbare Klarheit darüber, dass es diesen Weg geben muss und doch fällt es vielen Menschen furchtbar schwer, Ihre eigene Berufung tatsächlich zu finden.

In diesem Artikel möchte ich Dir einen ersten Ansatz an die Hand geben, wie Du Deine Berufung tatsächlich finden kannst. Es gibt zig Ansätze, wie man sich der eigenen Berufung Schritt für Schritt nähert. Heute möchte ich Dir ein Vorgehen in 9 Schritten beschreiben, um deine Berufung zu finden. 

1. Halte Dir den Spiegel vor und frage Dich, inwieweit Du schon heute Deine Berufung leben darfst

Das klingt jetzt erst einmal absurd. Zuerst schreibe ich oben, dass ich Dir zeige, wie Du Deine Berufung finden kannst, um dann kurz darauf das Gegenteil zu behaupten. Ja, Du hast Deine Berufung bereits gefunden - zumindest in einigen Teilbereichen Deines Lebens. Das ist kein Paradoxon. Jeder Mensch lebt zu einem gewissen Maße schon jetzt seine Berufung. Auch dann, wenn Dein aktuelles Leben nicht wirklich Spaß macht.

Tatsächlich geht es um die Momente in Deinem Leben, die Dein Herz höher schlagen lassen. Vielleicht auch nur im Urlaub. Ich bin bei Dir, wenn Du sagst, dass man Urlaub nicht mit der Berufung gleichsetzen kann.
Aber kannst in diesem Zusammenhang sehr wohl herausfinden, welche Faktoren Deinen Urlaub tatsächlich zu einem Urlaub werden lassen.
Und schon hast Du den ersten Hinweis dafür, was Dich wirklich glücklich macht. Bist Du beispielsweise gerne in der Natur? Lässt das Dein Herz höher schlagen?
Oder genießt Du es einfach, in den großen Metropolen der Welt unterwegs zu sein? Das wären alles kleine Hinweise dafür, was Dir im Leben Freude bereitet. Die Berufung finden, bedeutet ja auch nichts anderes, als eine Aufgabe zu finden, die Dir wirklich am Herzen liegt, Dich erfüllt und Dir das Gefühl vermittelt, einen wertvollen Beitrag zu leisten. Es geht also darum, Deine Realität in all ihren feinen Facetten wahrzunehmen.

Ich bin mir nahezu hundertprozentig sicher, dass Dein aktuelles Leben eine Vielzahl an positiven Elementen beinhaltet. Werde Dir darüber bewusst. Ganz egal, wie grau sich Dein Leben insgesamt darstellen mag. Du wirst feststellen, dass an einigen Stellen die Sonnenstrahlen das triste Grau durchdringen. Hier leuchtest Du. Hier bist Du zu Hause. 

2. Werde Dir darüber klar, welche Ressourcen, Fähigkeiten und Potentiale Dir schon heute zur Verfügung stehen

Es geht darum loszugehen. Frage Dich deshalb einmal, welche Fähigkeiten und Talente Dir genau in diesem Augenblick schon zur Verfügung stehen? Du kannst eine ganze Menge. Werde Dir darüber bewusst und höre schnellstmöglich damit auf, Dich selbst Klein zu reden. Es ist eine menschliche Eigenschaft, immer auf die Schwächen zu fokussieren. Wir fragen uns viel lieber, was wir nicht können. Wir sollten jedoch darauf fokussieren was wir können. Ja, sicherlich gibt es Menschen, die das Eine oder Andere besser können als wir. Doch wie Du vielleicht weisst, gibt es auf dem ganzen Erdball keinen einzigen Menschen, der in absolut gleicher Weise aus einem Glas trinkt, wie Du das vielleicht in den nächsten Minuten tun wirst.
Wir Menschen unterscheiden uns in vielerlei Hinsicht. Das gilt ganz besonders für unsere Fähigkeiten. Es gibt eine Aufgabe im Leben, die Deine persönliche Berufung ist. Eine Sache, die Du wirklich ganz hervorragend kannst und Du wirst feststellen, dass genau diese eine Sache auch dazu beitragen kann, der Gesellschaft einen liebevollen Mehrwert zu leisten. 
Das liegt in der Sache der Natur: Eine Aufgabe wird alleine dadurch zur Berufung, da wir unsere ureigenste Gabe, also das was wir besonders gut können, im Interesse unserer Nächsten einsetzen dürfen. Die Gesamtheit Deiner Ressourcen, Fähigkeiten und Potentiale, möchte ich als Deine Gaben bezeichnen. Die Gaben schlummern in Dir. Schon immer. Fokussiere also auf Deine Gaben und frage Dich, wie Du Deinen Mitmenschen, mit diesen Gaben helfen kannst.

3. Mache Dir Deine Werte klar, für die Du einstehst

Jeder Mensch hat Werte, die sein Leben beherrschen. Diese Werte sind der Maßstab, der an eine bestimmte Situation im Leben angelegt wird. Ganz unbewusst. In dem Moment, in dem Du Deine Werte verletzt siehst, fühlst Du Dich nicht mehr wohl mit der Dich umgebenden Situation.  
Wofür stehst Du also? Wie sehen Dich Deine Mitmenschen? Was ist Dir wichtig im Leben. Sobald Du Deine ganz persönliche Werteliste erarbeitet hast, folgt die Überprüfung. Gleiche jetzt ab, inwieweit Dein privates und berufliches Umfeld, Deine Werteskala teilt, lebt und respektiert. Je stärker Deine Werte in Deinem privaten und beruflichen Umfeld gelebt werden, desto zufriedener bist Du höchstwahrscheinlich auch mit Deinem Leben und desto näher bist du Deiner Berufung.

4. Mit welchen Themen beschäftigst Du Dich immer wieder?

Vielleicht gibt es Themengebiete, bzw. Aufgaben, mit denen Du Dich sehr gerne beschäftigst. Immer und immer wieder. Meist über viele Jahren hinweg. Nimm ganz bewusst wahr, welche Themen das sind und was Du an diesen Themen schätzt. Was interessiert Dich im Detail?Wieso wirst Du von Ihnen in den Bann gezogen? Was macht die Aufgabe interessant? Gehe auf Spurensuche und erfahre mehr darüber, welche Qualitäten Deine Berufung aufweisen darf.

5. Geh zurück in Deine Kindheit und überlege Dir, welche Träume Du damals hattest

Walt Disney war Meister der Kreativität. Doch die meisten Erwachsenen haben lediglich darin Meisterschaft erlangt, jeden noch so kleinen Funken an Kreativität und Träumerei durch rationale Argumente sofort im Keim zu ersticken.

Trotzdem tragen wir nach wie vor das immense Potential in uns, hemmungslos zu träumen. Wir haben nur verlernt, an unsere Träume auch zu glauben. Das unterscheidet uns Erwachsene von den Kindern. Geh deshalb zurück in Deine Kindheit. Gestatte Dir einen Mental-Urlaub an den wundervollen Küsten positiver Kindheitserinnerungen. Welche Träume hattest Du damals? Welche Erwartungen an das Leben? Welche Hirngespinste hast Du verfolgt und wie fühlte es sich an, keinen einzigen Gedanken an die Sinnhaftigkeit oder Umsetzbarkeit dieser Träume zu verschwenden? Unsere Kindheit ist wie eine Schatzkiste, wenn Du Hinweise für Deine eigene Berufung finden willst.

6. Tauche ein, in den genialsten Tag Deines Lebens

Ganz egal, ob Du diesen Tag bereits erlebt hast, oder auch nicht, tauche in Deinem Geist ganz tief in den wundervollsten Tag Deines Lebens ein. Mach Dir die Bilder wirklich groß. Achte darauf, was Du hörst, siehst, riechst, fühlst und schmeckst. Nimm mit allen Sinnen wahr. Wie fühlt es sich an, so einen genialen Tag zu erleben? Was passiert an diesem Tag? Was steht im Vordergrund Deiner Erfahrung. Erst hinterher, nachdem Du Deinen Tagtraum wieder verlassen hast, überlegst Du Dir, was Dich noch davon abhält, diesen Traum auch zu leben.

7. Was würdest Du machen, wenn es eine Garantie gäbe, dass wirklich nichts schief gehen kann?

Dieses Gedankenexperiment macht Dir innerhalb von Sekunden deutlich, wo Deine wirkliche Berufung liegt. Die Vorstellung, dass Dir eine gute Fee, das gesamte Risiko abnimmt, zündet in Dir den Kreativitätsturbo. Kaum ist das mentale Sicherheitsnetz installiert, stellen viele Menschen fest, dass Sie sehr wohl schon eine griffige Vorstellung davon haben, wo Sie Ihre Berufung finden.

8. Was ist Dein Beitrag für die Gesellschaft? Worin bist Du wirklich gut, ja einzigartig?

Jeder Mensch hat eine Gabe, die ihm bereits in die Wiege gelegt wurde. Eine Gabe, die uns einzigartig macht. In nahezu allen Fällen, in denen Menschen Ihre Berufung finden, steht diese Berufung in direktem Zusammenhang mit dem Wohlergehen unserer Mitmenschen. In dem Du Deine Berufung findest und lebst, beginnst du auch mehr und mehr wahrzunehmen, was Deine Mitmenschen von Dir benötigen. In der Ausübung Deiner Berufung erfährst Du Ganzheit. Du stellst fest, dass Geben gleichbedeutend mit Nehmen ist. In dem Umfang, wie Du gibst, im gleichen Umfang wirst Du auch erhalten. Dankbarkeit, Achtung, Herzenswärme und Wertschätzung.

9. Höre endlich auf Dein Herz, auf Deinen Bauch und Deine Seele!

Dein Herz sagt Dir schon lange, wohin die Reise gehen soll. Dein Bauch und Deine Seele auch. Der innere Kritiker in uns versucht jedoch alles zu übertönen. Lass das nicht länger zu. Wenn Du Deine Berufung findest und lebst, bekommt Dein Leben eine völlig neue Qualität. Zugegeben, vieles steht dann erst einmal Kopf. Aber gleichzeitig tritt eine Energie in Dein Leben, die Du vielleicht seit langer Zeit vermisst.

 

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