Erfülltes Leben

Wieso es im Außen nicht zu finden ist

Finde Deinen Lebensweg

Ein erfülltes Leben verbinden viele Menschen mit einem Höchstmaß an Genuss. Oft ist ein erfülltes Leben an Objekte geknüpft. An Status-Symbole, nach denen wir streben.

Und Status-Symbole können unterschiedlichste Ausprägungen haben. Es muss nicht unbedingt die Vorzeige-Villa, der Traumurlaub in der Südsee oder das SUV in der Hofauffahrt sein.

Es gibt auch jede Menge Status-Symbole immaterieller Natur, die dann jedoch meist auch wieder materielle Status-Symbole nach sich ziehen.

Der Mensch strebt nach Bedeutung. Er möchte im Meer der Durchschnittlichkeit wahrgenommen werden. Er möchte besonders sein.

Er möchte den Kopf aus dem Wellenkamm stecken.

Um das zu erreichen, lässt er sich teils irrwitzige Dinge einfallen. Der Eine benötigt den aktuell angesagten Kopfhörer, mit einem auffallenden, nicht alltäglichen Design, um sich zu definieren, der Andere beschließt, als erster Mensch mit Skiern vom Mount Everest abzufahren.

Die Spielarten, um Bedeutung zu erlangen, kennen fast keine Grenzen. Sie reichen von Macht und Einflussnahme, über materielle Dinge bis hin zu religiösem Fanatismus. Alles nur, um zwei Dinge zu erreichen.

Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder Bedeutungszunahme innerhalb einer Gruppe.

Hast Du schon einmal überlegt, wieso Du die Dinge machst, die Du eben machst?

Fang an bei Deinen Hobbies, mache weiter bei deinen sozialen Kontakten und vielleicht hast Du auch noch Zeit und Lust, Dein Arbeitsumfeld mit etwas Abstand zu betrachten.

Geh dabei über die oberflächliche Bewertung hinaus. Du wirst keine neuen Erkenntnisse erlangen, wenn du lediglich an der Oberfläche bleibst. Es genügt nicht zu sagen, dass Dir Dein Hobby einfach Spaß macht.

Spannend wird es erst dann, wenn du hinterfragst, wieso es Dir denn tatsächlich Spaß macht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Antwort dahingehend ausfallen, dass Du auf der Suche nach Bedeutung bist.

Du bist auf der Suche nach einem erfüllten Leben – und das ist nur allzu menschlich. Ich würde sogar sagen, das macht uns Menschen aus.
Doch noch einmal, wenn Du neue Erkenntnisse über Dich selbst haben willst, dann darfst du nachfragen, was die eigentliche Intention hinter Deinen Tätigkeiten ist.

Analysiere einmal ganz genau, was Du tust, wie Du es tust, wieso Du es machst und finde heraus, was Dich letzten Endes antreibt.

Du wirst im ersten Schritt meist feststellen, dass die Intention dahinter steht, ein erfülltes Leben zu leben.

Dann darf Dir bewusst werden, dass diese erste Erkenntnis nicht wirklich greifbar, nicht verwertbar ist. Die Nominalisierung „erfülltes Leben“ ist nicht mehr als eine leere Worthülse.

„Ich möchte ein erfülltes Leben leben.“ Das ist so leicht dahingesagt. Doch was unter einem erfüllten Leben zu verstehen ist, erfordert etwas Zeit und den absoluten Willen, mehr über sich selbst zu lernen.

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Schürfen wir also etwas tiefer.

Ein erfülltes Leben könnte damit verbunden sein, glückliche Momente zu maximieren und leidvolle Momente zu minimieren. Doch auch hier sind wir wieder bei der Begrenzung, die uns unsere Sprache auferlegt. Auch der Begriff und die Ausprägung von glücklichen oder leidvollen Momenten kann nicht abschließend und allgemeingültig definiert werden.

Was glückliche Momente ausmacht, variiert von Person zu Person und von Lebenssituation zu Lebenssituation. Je mehr uns das bewusst wird, desto mehr begreifen wir auch, dass Leid und Freude zum Großteil von uns selbst abhängig ist.

Ein Beispiel: Eine Frau, die sich nichts sehnlicher als ein Kind wünscht, wird ihre Schwangerschaft als eine beglückende und freudvolle Zeit erleben. Ihr Leben scheint sich erfüllt zu haben.

Eine andere Frau wiederum, die sich aktuell in der Ausbildung, im Studium oder einer zerrütteten Partnerschaft befindet, erlebt die gleiche Situation als extrem leidvoll.

Logisch, denkst Du Dir jetzt vielleicht, das ist keine große Erkenntnis.

Doch ich bin der Meinung, dass diese Erkenntnis bereits ausreicht, um zu durchdenken, was ein „erfülltes Leben“ tatsächlich ausmacht.

Wie wir gesehen haben, werden Lebenssituationen in Abhängigkeit von äußeren Faktoren als freud- oder leidvoll erfahren.

In Abhängigkeit von anderen Menschen, von finanziellen Möglichkeiten, der beruflichen Situation, sozialen Strukturen und in extremen Maße natürlich wieder von einer guten alten Bekannten:

Deiner Konditionierung. Und damit scheint es fast so, als würden auch innere Faktoren in die Beurteilung einfließen, was ein erfülltes Leben ausmacht.

Wir haben uns in anderen Zusammenhängen schon oft mit unserer Konditionierung beschäftigt und es ist kein Geheimnis mehr, dass unsere Konditionierung wiederum in extremem Maße von äußeren Faktoren wesentlich beeinflusst wird. Situationen, Erziehung, Erfolge und Misserfolge, soziale Gruppen und, und, und…

Äußere Faktoren haben somit unsere Wahrnehmung von der uns umgebenden Umwelt geprägt. Das Äußere entscheidet mit darüber, was wir als freud- oder leidvoll erfahren, oder in anderen Worten: Das Äußere hat das Subjekt, also den Betrachter von Anbeginn seines Daseins geprägt.

Es ist also eine Art Kreislauf, die unser Denken in immer gleichen Bahnen verlaufen lässt. Das Äußere prägt unsere Konditionierung und unsere Konditionierung wiederum ist Basis der Beurteilung des Äußeren. Immer wenn wir im Außen tätig werden, Dinge verändern, unserer Arbeit nachgehen, soziale Kontakte pflegen, bildet unsere Konditionierung die Basis unserer Wahrnehmung und Aktion und wird im Gegenzug wiederum durch das Feedback aus dem Außen beeinflusst.

Was bedeutet das jetzt für ein erfülltes Leben?

Uns sollte klar werden, dass die Art und Weise, wie wir Lebensmomente beurteilen in großem Maße von äußeren Faktoren abhängig ist.

Und uns sollte klar werden, dass eine Vielzahl von Einflussfaktoren, das Außen beeinflussen. Unsere Fähigkeit, das Außen zu beeinflussen stellt lediglich eine Micro-Nuance dar. Eine viel zu kleine Nuance, um alle Faktoren im Außen maßgeblich zu bestimmen.

Trotzdem verhalten wir uns so, als hätten wir es in der Hand, über die äußeren Faktoren zu bestimmen. Das beginnt damit, dass wir innerhalb sozialer Gefüge ein Verhalten an den Tag legen, von dem wir denken, dass es uns nutzt. Von dem wir denken, dass es uns ein erfülltes Leben bescheren wird.

Dabei verbiegen wir uns tagein, tagaus. Da wir denken, dass wir ein erfülltes Leben im Außen erfahren können, verlassen wir immer mehr den Pfad unserer inneren Stimme, unserer Intuition.

Und das Äußere ist trügerisch. Immer wieder mag es uns gelingen, durch bestimmte Verhaltensweisen, bestimmte Belohnungen im Außen zu erhaschen. Wie gesagt haben derartige Erfolge wiederum Auswirkungen auf unsere Konditionierungen, unsere unbewussten Strategien.

Doch wenn du einmal durchdenkst, wie viele Faktoren im Außen Deine Dich umgebende Umwelt prägen, dann wirst Du zwangsweise zu einem Punkt gelangen, an dem erkennen musst, dass dein Streben, Dein Verhalten und Deine Aktionen nicht einmal 1% der dich umgebenden äußeren Realität beeinflussen kann.

Und doch verhalten wir uns jeden Tags aufs Neue so, als hätten wir das Schicksal in der Hand. Das ist nicht nur vermessen, das ist verrückt.

Ein Beispiel:
Du kannst Deine Arbeit für einen Arbeitgeber noch so gut machen. Wenn der Markt, die von Euch erstellten Güter oder Dienstleistungen nicht mehr benötigt, ist es vergebene Liebesmüh. Und es muss nicht einmal der Markt sein. Es kann der Großhändler sein, der neue Lieferquellen in Fernost erschlossen hat. Es kann Dein Chef sein, der mit Deiner Art von Wahrnehmung, oder auch Du mit seiner Art, nicht mehr klar kommt. Und, und, und.

Jetzt sind wir plötzlich bei der Arbeit angelangt, obwohl sich unser Thema um ein „erfülltes Leben“ dreht.

Doch das ist gewollt. Was in unserer westlichen Welt vom Großteil der Menschen als ein erfülltes Leben angesehen wird, hängt in starkem Maße vom Einkommen ab. Und das Einkommen ist für den Durchschnitt der Bevölkerung wiederum vom Arbeitsplatz abhängig.

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Wenn Du genau hinsiehst, ist die Wirtschaft, das Wirtschaftswachstum und die Arbeitsplätze ein zentrales Thema unserer Gesellschaft. Es geht darum, wie viel Wertschöpfung eine Volkswirtschaft im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften erzielen kann. Je höher diese Wertschöpfung ist, desto mehr Geld steht dieser Volkswirtschaft ceteris paribus zur Verfügung und desto höher ist auch der Lebensstandard in dieser Volkswirtschaft.

Doch der demografische Wandel, die zunehmende Umverteilung von Arm zu Reich, aber auch die geopolitischen Veränderungen stehen in direktem Zusammenhang mit unserem Lebensstandard.

Wer somit ein erfülltes Leben am Lebensstandard, bzw. an Faktoren im Außen festmacht, wird immer wieder Leid erfahren müssen. Alleine deshalb, weil das Außen nicht bis in die letzte Konsequenz durch das Individuum beeinflusst werden kann.

Wenn das Subjekt – also Du, ein erfülltes Leben auf Objekte, also Dinge im Außen, projiziert, wirst Du bereits festgestellt haben, dass diese Objekte Dir nicht nachhaltig ein erfülltes Leben bieten können.

Einerseits, weil diese Objekte auf Grund äußerer, nicht von Dir beeinflussbarer Faktoren von heute auf morgen wegfallen können, und andererseits, da die Erfüllung dieser Wünsche immer weitere Wünsche nach sich zieht.

Unser Unbewusstes weiß sehr wohl um beide Aspekte.
Wir fühlen das in Form von Angst und einer permanenten Sehnsucht nach Mehr.
Angst, den aktuellen Status Quo, also Objekte in unserem Besitz, wieder zu verlieren und Sehnsucht nach immer neuen Objekten, sobald ein Ziel unserer Begierde Erfüllung gefunden hat.

Beides schafft das Gegenteil von Frieden. Ich würde sogar noch weiter gehen. Die Suche nach Lebenserfüllung im Außen, ist ein Grund für den Zustand der Welt, wie sie uns heute begegnet. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass die aktuelle Lage der Welt uns lediglich den Spiegel vorhält.

Was ist der deutsche Staat. Was kennzeichnet seine Werte und Normen.
Meines Erachtens ist dieses Konstrukt nichts anderes als die kumulierte Gesamtheit der Konditionierungen seiner Bürger. Wir alle sind Teil dieser Gesellschaft und wir alle prägen diese Normen und Werte.
Wir alle sind auf der Suche nach einem erfüllten Leben. Diese Suche verläuft meist unbewusst, folgt unseren Konditionierungen und erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen.

Wie das geschieht haben wir bereits untersucht. Wichtig wäre jetzt, aus diesem selbstregulierenden Regelkreis einmal auszubrechen.
Ich bin mir sicher, dass du schon vielfach erfahren hast, dass die Suche nach einem erfüllten Leben im Außen nicht funktioniert. Eben aus diesen Mechanismen, die ich dir beschrieben habe.

Es ist ein altes Gesetz, dass jeder Wunsch mit seiner Erfüllung sofort Junge bekommt.
Und du hast sicherlich auch schon erfahren, dass das Sprichwort „Wie gewonnen, so zerronnen.“ nicht aus der Luft gegriffen ist.

Denke nur einmal an die vielen Hauskäufer in den Vereinigten Staaten, die auf ihrer Suche nach einem erfüllten Leben, sich den Traum vom eigenen Haus erfüllt haben. Einen Traum im Außen, kreditfinanziert von einem System, dass die Erfüllung im Außen proklamiert, um letzten Endes ihre eigenen Kinder zu enttäuschen.

Ein erfülltes Leben kann nicht im Außen gefunden werden.
Bleibt also nur der Weg nach innen, um ein erfülltes Leben zu erfahren.

Wieso dieser Weg so selten beschritten wird, liegt auf der Hand: Das Ego erhält auf diesem Weg keine Energie mehr. Der Weg nach innen bringt keine Status-Symbole mit sich, für die man bewundert werden kann.

Der Mensch wird wieder zu dem, was er wirklich ist.

Einfach und ganz er selbst. Auf diesem Weg ist es notwendig dich ungeschminkt zu betrachten. Die eigentlichen Intentionen Deines Handelns zu durchschauen, Gefühle wahrzunehmen um auf diese Weise Schritt für Schritt zu begreifen, wer Du wirklich bist.

Dazu musst du nicht meditieren. Die Beobachtung Deiner selbst kann ein Element Deines Alltagsbewusstseins werden. Lass dich jedoch nicht dazu verleiten, dich nur von außen zu sehen.

Dabei entfernst Du Dich von dem, was Du wirklich bist.

Gerade Deine Gefühle, Deine Ängste und Deine Sehnsüchte machen Dich als Menschen aus. Indem Du verstehst, in welchem Zusammenhang diese Gefühle auftreten, lernst Du Dich selbst besser kennen.

Das verschafft Stabilität und eine zunehmende innere Ruhe und Eigen-Akzeptanz.

Lass Deine Gefühle zu und fühle sie voll und ganz aus. Du wirst feststellen, dass das Zulassen Deiner Gefühle weitaus mehr Zufriedenheit auslösen kann, als Objekte im außen.

Was reizt uns daran, ein neues Produkt, beispielsweise ein neues Cabrio zu kaufen.
Es ist der Reiz am Neuen. Es ist das Gefühl sich selbst durch ein Hilfsmittel gegenüber Dritten Ausdruck zu verleihen.

Stellst du fest, welche Krücke dieses Hilfsmittel im Vergleich zu dem inneren Erkenntnisweg darstellt?
Du wirst feststellen, dass Du auf Deiner Expedition zu Dir selbst Gebiete betreten wirst, die weitaus spannender und erkenntnisreicher sind, als ein neues Produkt. Und je weiter Du in diese Gebiete vordringst, desto spannender wird der Weg.

Ja, Du hast Recht, wenn Du jetzt sagst, dass der Weg nach innen zuerst einmal keine Bewunderung von außen mit sich bringt.
Doch je mehr Du zu dir selbst findest, desto stärker wird die innere Schönheit in dir strahlen. Dann wirst Du feststellen, dass es keiner äußeren Objekte mehr bedarf, um Menschen zu berühren.

Das schafft Frieden, denn dann lässt Du den Wettlauf nach einem Mehr an Objekten im Außen hinter dir.

Und das dir das gelingen möge, das wünsche ich Dir von ganzem Herzen.

 

 

 

 

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