Echtes Selbstwertgefühl beziehen

Oder: Wie du nachhaltig glücklich wirst

Du willst etwas Wert sein? Erkenne dich selbst an!

Was gesundes Selbstwertgefühl bedeutet

Wovon ist eigentlich die Rede, wenn man den Begriff Selbstwertgefühl verwendet? Das Selbstwertgefühl ist die Haltung, wie wir uns selbst wahrnehmen. Ob wir ein positives oder negatives Selbstbild von uns haben, uns selbst sympathisch oder unausstehlich finden, uns mehr über unsere Stärken oder Schwächen definieren.

Den Grundstein dafür legen unsere Eltern oder die Bezugspersonen, mit denen wir aufwachsen. Wachsen wir in einer liebevollen Umgebung auf, mit dem Gefühl geliebt und wertgeschätzt zu werden, entwickeln wir in der Regel ein positives Selbstwertgefühl. Wir haben also ein realistisches Selbstbild von uns, kennen unsere Stärken und Schwächen und empfinden uns als wertvoll und liebenswert. Durch dieses positive Selbstwertgefühl entsteht ein gesundes Selbstbewusstsein, durch dessen Hilfe wir nicht so leicht umzustoßen sind, wenn wir im Leben auf Hindernisse stoßen.

Wachsen wir jedoch in einer Umgebung auf, in der wir Gewalt, Missbrauch und Lieblosigkeit erfahren, dann stellt sich ein negatives Selbstwertgefühl ein, wodurch wir ein negatives Selbstbild von uns entwickeln. Wir glauben, nicht liebenswert zu sein, uns alles erkämpfen oder erarbeiten zu müssen und so was wie Glück im Leben nicht verdient zu haben. Wir mögen uns selbst nicht und aus diesem Grund ist unser Innenleben auch alles andere als harmonisch.

Woraus Menschen oft ihr Selbstwertgefühl beziehen

Es gibt jedoch auch streitbare Quellen, aus denen Menschen ihr Selbstwertgefühl beziehen. Das sind dann oberflächliche Dinge wie beruflicher Erfolg, materielle Besitztümer, oder intellektuelle Errungenschaften. Solche Persönlichkeiten haben sich dies erarbeitet und sind stolz darauf. Auf Grundlage dieser Errungenschaften baut sich ihr Selbstwertgefühl auf. Wie bereits erwähnt sind diese Quellen streitbar, weil sie unsicher sind. Man kann sein Vermögen oder seinen Erfolg schneller als gedacht verlieren und auch die intellektuellen Fähigkeiten können in bestimmten Zeiten irrelevant werden. Verschwinden diese Dinge und gründet sich das Ganze Selbstwertgefühl darauf, erholt man sich kaum von einem solchen Verlust. Worauf soll sich das Gefühl, wertvoll zu sein denn dann aufbauen?

Fallen diese Dinge also weg, fühlen solche Menschen sich wie nichts, weil sie auch nichts mehr haben, was ihnen einen wenn auch scheinbaren Wert vermittelt. Also sind auch materielle Errungenschaften keine beständige Quelle.

Andere Menschen wiederum beziehen ihr Selbstwertgefühl aus der Bewunderung und Akzeptanz anderer Menschen, sprich deren Beliebtheit. Wenden sie sich jedoch von einem ab, dann verschwindet auch diese äußere Quelle für das Selbstwertgefühl. Sind die Bewunderer weg, ist also auch das Selbstwertgefühl weg.

Langfristig ist es also viel sinnvoller sich eine beständige nicht von äußeren Einflüssen abhängige Grundlage für sein Selbstwertgefühl zu schaffen. Da stellt sich die berechtigte Frage: Wie stellt man das an?

Echtes Selbstwertgefühl aufbauen

Zunächst einmal ist der erste Schritt der, sich von der Vorstellung zu lösen, dass ein gesundes Selbstwertgefühl von äußeren Einflüssen abhängt. Es kommt aus dem Inneren. Da muss man auch nicht lange suchen, denn es geht darum, zu sich selbst zu sagen: „Ich bin okay, so wie ich bin!“ Den Satz kann man sich dabei frei aussuchen, wichtig ist, dass er einem ein positives Gefühl vermittelt. Man kann auch sagen: „Ich bin absolute Spitze!“ oder „Ich bin liebenswert.“

Es ist nicht nötig nach Vorzügen oder Stärken von sich zu graben, um eine Voraussetzung oder gar eine Erlaubnis zu haben, damit man ein gesundes Selbstvertrauen aufbauen kann. Denn die Wahrheit ist: Jeder Mensch ist etwas Besonderes, einzigartig und somit wertvoll. Das ist eine unleugbare Tatsache.
Sicher ist es nicht leicht, sich davon zu überzeugen, wenn man in der Vergangenheit die gegenteilige Behandlung erfahren hat. Da gilt es, geduldig mit sich zu sein und kontinuierlich daran zu arbeiten. Es ist z.B. hilfreich, sich morgens im Spiegel in die Augen zu sehen, sich einen schönen Tag zu wünschen und zu sagen, dass man ein toller Mensch ist. Es geht also darum, sich so selbst ein positives Gefühl zu vermitteln. Hier gilt das Sprichwort: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Mit der Zeit stellt sich dieses Gefühl dann immer schneller und stärker ein. Das lässt sich daran erkennen, dass man mit Schwung aufsteht und sich auf den Tag freut. Die Überzeugung dringt schließlich immer mehr ins Bewusstsein ein.

Das Selbstwertgefühl nachhaltig festigen

Ist dann erst die Grundlage geschaffen, gilt es, sich dem nächsten Schritt zu widmen: Sich auf Dinge konzentrieren, die einen glücklich machen. Dabei geht es in erster Linie darum, sich Themen und Aktivitäten rauszusuchen, die einem Spaß machen und denen man daher gerne nachgeht. Es muss sich dabei nicht gleich um Stärken handeln, auch wenn das natürlich nicht ausgeschlossen ist.

Frag dich also: „Was macht mich glücklich?“ Hilfreiche Hinweise für eine Antwort könnten die Kindheit oder Jugend geben. Erinnert man sich an die Zeit zurück, was hat man gerne gemacht? Oder auf welche Weise hat man sich von der (zumeist) unangenehmen Realität abgelenkt? Vielleicht ist es sinnvoll, sich diesen Aktivitäten jetzt wieder zuzuwenden?

Dabei kann es sich um alles Mögliche handeln. Nähen, Basteln, Spazieren gehen, Laufen, Lesen, Fußball spielen, Musik hören oder Klettern. Das ist nur eine kleine Auswahl der möglichen Palette.

Sich darauf einzulassen, kann anfangs ein unangenehmes Gefühl hervorrufen. Meist handelt es sich dabei um Emotionen von der Art „Ist das jetzt wirklich okay?“ oder „Was für einen Sinn hat es, wenn mich das nicht weiter bringt?“ Dabei handelt es sich um Nachrufe eines schlechten Gewissens, das uns vermittelt wurde, weil wir in diesen Aktivitäten nicht unterstützt und dazu angehalten wurden, „sinnvolleren“ Tätigkeiten nachzugehen.

Dieses Gefühl gibt sich mit der Zeit von allein, wenn man sich langfristig darauf einlässt. Das dabei empfundene Glücksgefühl schaltet das unnötige schlechte Gewissen mit der Zeit automatisch aus. Es ist nämlich vollkommen in Ordnung, Zeit mit Dingen zu verbringen, die einen glücklich machen. Dazu müssen sie keinen Sinn haben.

Natürlich ist es von Vorteil, wenn sich daraus etwas Erfolg versprechendes oder sinnvolles ergibt, aber das ist optional.

Erlaube dir also glücklich zu sein!

Alles Liebe

Sayeda

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